Thüles Wahrzeichen erstrahlt in neuem Glanz

                                                                      

         Platz am Thüler Glockenbrunnen lädt nach aufwendiger Sanierung nun auch zum Verweilen ein

„Es war ein langer und im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibender Weg“, berichtet Michael Käuper (HV Thüle), der mit dem Vorstandsteam des Heimatvereins Thüle die Sanierung des in die Jahre gekommenen Glockenbrunnes federführend gestaltet hat. Bereits im Jahre 1976 wurde der alte Brunnen eingeweiht und ist seit daher ortsbildprägendes Element sowie Wahrzeichen des Salzkottener Ortsteils. Die Spuren vergangener Jahrzehnte zeigten sich insbesondere darin, dass das Wasserbecken nicht mehr dicht war und die Brunnentechnik seit einigen Jahren nicht mehr funktionierte. Mit öffentlichen Mitteln aus Dorferneuerungsprogrammen und der Stadt Salzkotten, dem Erlös eines vom Heimatverein veranstalteten Open Air Kinos im Jahr 2018 sowie dem beachtlichen Eigenanteil in Höhe von 22.000€, der von der Dorfgemeinschaft durch ein Crowdfunding der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten realisiert werden konnte, starteten die umfangreichen Sanierungsarbeiten auf dem Gelände im Herbst des letzten Jahres.

Die Ziele, die mit der Modernisierung verfolgt wurden, waren zum einen die Wiederherstellung einer modernen, funktionierenden Brunnenanlage, aber auch zum anderen einen Platz der Begegnung zu schaffen, der den historischen Dorfmittelpunkt zukunftweisend ergänzt. So wurde das einst symmetrische Wasserbecken umgestaltet, sodass es nun eher den Charakter eines Dorfteiches mit einem kleinen Bach als Zulauf hat. Bei der Umgestaltung des Geländes wurde zudem darauf geachtet, dass der Platz auch die jüngsten Dorfbewohner zum Entdecken sowie die Bevölkerung und Gäste zum Verweilen einlädt. Zahlreiche Sitzgelegenheiten anzubieten, damit es ein echter Platz der Kommunikation wird sowie die Möglichkeit einer kurzen Rast einzuräumen und dabei sein Elektrofahrrad aufladen zu können, fanden ebenfalls Berücksichtigung bei der Umsetzung.

Da die eigentlich geplante große feierliche Einweihung aufgrund der aktuellen Umstände in der geplanten Form nicht stattfinden konnte, wurde der Brunnen nun am Fronleichnamswochenende im kleinen Kreis eingeweiht. Der Heimatverein Thüle möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, sich auch bei Josef Simon zu bedanken, der die Brunnenanlage in den letzten 40 Jahren ehrenamtlich betreute und pflegte. Besonderer Dank gilt Thüles Ortsvorsteherin Marietheres Strunz, den Vertretern der Stadt Salzkotten sowie der Bezirksregierung Detmold für die enge und kooperative Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Projektes. Weiterer Dank gilt allen Thülern und Spendern sowie allen ehrenamtlichen Helfern, die mit Hand- und Spanndiensten rund um die Arbeiten am Brunnen aber auch direkt an der Glocke dazu beigetragen haben, dass unser Dorf lebens- und liebenswert bleibt.